Behandlungen

Achten Sie auf, dass wir uns NUR auf sicheren und wirksamen minimal-invasiven Wirbelsäulenchirurgie konzentrieren. Wir können Ihnen verschiedene Behandlungsmethoden aus Laser-Chirurgie, die Endoskopische, METRx und Radio-Frequenz anbieten. Bitte scrollen Sie nach unten für weitere Informationen. Bitte scrollen Sie nach unten für weitere Informationen.

PLDD - perkutane laser diskus decompression

Perkutane Laser-Diskus-Dekompression (PLDD) ist ein minimal-invasives Therapieverfahren bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen, das unter lokaler Betäubung durchgeführt werden kann. So wird dem Patienten im Gegensatz zur offenen Rückenoperation in der Regel eine Vollnarkose erspart, und es ergeben sich dadurch kürzere Klinik- und Rehabilitationsaufenthalte. Die PLDD kann indiziert sein bei bandscheiben-bedingten Rückenschmerzen, wie bei Bandscheibenvorfall (Prolaps), Vorwölbung (Protrusion) oder Verschleiß (Degeneration), wenn konservative Maßnahmen (wie Schmerzmittel oder Physiotherapie) über mindestens sechs Wochen erfolglos geblieben sind.

Minimally-invasive selektive endoskopische Diskektomie

In den letzten 20 Jahren wurden unterschiedliche Bandscheiben-Operationen entwickelt. Mediziner sprechen von perkutanen endoskopischen Methoden. Mithilfe von Endoskopen, Videosystemen und Mikroinstrumenten (teils motorgetrieben) sind solche Eingriffe unter lokaler Betäubung durchführbar. Der Patient befindet sich meist in einem halbwachen Zustand und unter lokaler Betäubung. Somit kann er mit dem Operateur kommunizieren. Prinzipiell ist die endoskopische Bandscheiben-Operation bei Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfällen geeignet - allerdings nicht bei jedem Vorfall. Das gilt beispielsweise, wenn sich Teile der Bandscheibe abgelöst haben (Sequester) und im Wirbelkanal nach oben oder unten gerutscht sind. Nicht immer einsetzbar ist das Verfahren außerdem bei Bandscheibenvorfällen im Bereich des Übergangs von der Lendenwirbelsäule ins Kreuzbein - hier versperrt der Beckenkamm den Instrumenten den Weg.
Operation Der Patient liegt während der endoskopischen Bandscheiben-Operation auf dem Bauch. Die Haut über dem betroffenen Wirbelsäulenabschnitt wird großzügig desinfiziert und lokal betäubt. Über ein bis zwei kleine Einschnitte werden unter Röntgenkontrolle ein bis zwei kleine Metallröhrchen (sogenannte Arbeitshülsen mit drei bis acht Millimetern Durchmesser) in den Bandscheibenraum vorgeschoben. So lassen sich Instrumente wie kleine Fasszangen und ein Endoskop in den Bandscheibenraum einführen. Letzteres verfügt über eine spezielle Beleuchtung und Optik. Die Bilder aus dem Operationsgebiet im Körperinneren werden auf einen Videomonitor projiziert, wo sie der Arzt sehen kann.

Minimal-invasive METRx chirurgie

Einen Schritt weiter geht das sog. MetrX-Verfahren: Unter 3-D-Sicht wird unter dem Mikroskop, mit einem nur ca. 2 cm langen Schnitt, durch Vorschieben eines Hülsensystems an die Wirbelsäule der Vorfall entfernt. Der Eingriff erfolgt über einen minimalen Zugangsweg, mittels eines neu entwickelten Hülsensystems in Kombination mit dem Operationsmikroskop. Bei dieser neuen Technik wird die Muskulatur nicht mehr durchtrennt und von der Wirbelsäule abgelöst, sondern schonend auseinandergedehnt. Das erhält die muskuläre Stabilität und verringert die Narbenbildung. Durch Einsatz des Mikroskops wird das Operationsfeld nicht nur vergrößert, sondern auch dreidimensional dargestellt. Die nervalen Strukturen werden geschont und der Bandscheibenvorfall risikoarm entfernt. Der Vorteil gegenüber dem Endoskop ist die räumliche Darstellung, der Zugangsweg ist derselbe. Auch bei Verengungen des Wirbelkanals wird diese neue Technik in der Klinik eingesetzt.

Coflex Implantat für Wirbelkanalstenose

Im Laufe eines Lebens nimmt der Wassergehalt einer Bandscheibe ab. Dadurch verliert das Bandscheibengewebe seine Elastizität, wird spröde und schrumpft in der Höhe, aufgrund der anhaltenden Druckbelastung. In der Folge kann Bandscheibengewebe in den Wirbelkanal vordringen oder die Nervenaustrittslöcher durch die Höhenminderung im Bandscheibenfach eingeengt werden. In Verbindung mit knöchernen Anbauten im Wirbelkanal zum Beispiel durch Größenzunahme der Wirbelgelenke kommt es zur Einengung des Wirbelkanals, zur Spinalkanalstenose. Coflex-Implantat stellt eine schonende, minimal-invasive Alternative zu den vorhandenen operativen Maßnahmen bei lumbaler Spinalkanalstenose dar. Durch das Implantat wird der Abstand zwischen den Dornfortsätzen aufgespreizt und erweitert. Das führt auch zu einer Erweiterung im Wirbelkanal und den Nervenaustrittslöchern (Neuroforamen). Die eingeengten Nervenwurzeln gewinnen wieder Platz, die Rückenschmerzen und Beinschmerzen klingen rasch ab.

RF - Radiofrequenz Rhizotomie

Die früher oft durchgeführten spinalen Rhizotomien gelten heutzutage als obsolet aufgrund der hierdurch ausgelösten sensitive Ataxie und der geringeren Erfolgsrate (30% der sensitiven Fasern erreichen das Myelon durch die ventralen Wurzeln !). Ausnahmen hier sind wenige Formen von interkostalen Neuralgien und die Rhizotomien für Trigeminus-, Glossopharyngeus- (beide perkutane) und Intermedius- (hier mikrochirurgisch) Gesichtsneuralgien sowie onkologische Schmerzen des Gesichts. Die zwei häufig durchgeführten Varianten für Trigeminusneuralgien sind die Rhizotomie des Ganglion Gasseri durch Radiofrequenz und die Ballonkompression des Ganglion Gasseri. Die Thermokoagulation mit Radiofrequenz erfolgt unter Sedation mit schnell wirkenden Narkotika und mit Hilfe von Bildwandlerkontrolle. Mehrere 60s dauernde Läsionen werden nach Punktion der Foramen ovale und Auslösen von Parästhesien bei elektrischer Stimulation durchgeführt bis eine Analgesie in der betroffenen Region erreicht wird. Taubheitsgefühle werden postoperativ immer beschrieben, Parästhesien in 10% und schmerzhafte Dysästhesien in 0,5-5% der Fälle. Die Rezidivrate beträgt 5% im erstem Jahr, 10% im zweiten Jahr und 5% in jedem folgenden Jahr.

Kyphoplastie und vertebroplastie

Bei der Vertebroplastie wird der Wirbelkörper ohne vorherige Aufrichtung mit Zement gefüllt. Da hier der Zement unter hohem Druck eingebracht werden muss, besteht die Gefahr des Austritts des Knochenzements aus dem Wirbelkörper und damit Druck auf umliegende Strukturen. Die Kyphoplastie ist mit einer Nebenwirkungsrate von ca. 0,2% pro Fraktur als risikoarmes Verfahren zu bezeichnen. Der Austritt von Knochenzement aus dem Wirbelkörper ist bei der Kyphoplastie gegenüber der Vertebroplastie deutlich reduziert.
Mit der Kyphoplastie steht mittlerweile eine erfolgsreiche Operationsmethode zur Verfügung, welche die Stabilität des Wirbelkörpers wieder herstellt. Die Kyphoplastie führt zu einer erheblichen Schmerzreduktion und verhindert ein weiteres Einbrechen des vorgeschädigten Wirbelkörpers und eine damit sich weiter verschlechternde Statik der Wirbelsäule. Durch die Möglichkeit der Bild gebenden Verfahren im Bereich der Wirbelsäule durch Computer und insbesondere Kernspintomographie lassen sich die krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule schneller feststellen und einer entsprechenden Behandlung zuführen.